Wer Saatgut bewahrt, gestaltet die Zukunft
Ana Fernández
Saatgut ist mehr als ein landwirtschaftliches Gut – es ist die Grundlage unserer Ernährung und ein Schlüssel für eine gerechte Zukunft. Fastenaktion und HEKS setzen sich gemeinsam dafür ein, Menschen weltweit zu stärken und nachhaltige Wege aus Hunger und Armut zu ermöglichen. Die Kampagne «Zukunft säen» macht auf diese Bedeutung aufmerksam und startet mit der Fastenzeit, welche vom Aschermittwoch, 18. Februar, bis Ostersonntag, 5. April 2026 dauert.
Weltweit geraten Bäuerinnen und Bauern zunehmend unter Druck: Wirtschaftliche Interessen und gesetzliche Regelungen schränken den freien Zugang zu Saatgut ein. Gleichzeitig geht die traditionelle, lokal verankerte Saatgutproduktion zurück – und mit ihr die Vielfalt. Laut der Welternährungsorganisation FAO ist in den letzten 100 Jahren rund 75 % der pflanzlichen Vielfalt verloren gegangen. Heute bestimmen wenige Sorten den globalen Markt: So decken beispielsweise nur etwa zehn Reissorten den Grossteil der weltweiten Produktion ab, obwohl es früher über 100 000 gab.
«Saatgut bedeutet Zukunft, Vielfalt – und Verbundenheit.»
Fanny Bucheli, Chefredakteurin Kampagnenmagazin
Auch unser Ernährungssystem steht vor grossen Herausforderungen. Das industrielle System verbraucht rund 70 % der natürlichen Ressourcen wie Land, Wasser und Energie, ernährt damit jedoch nur einen kleineren Teil der Weltbevölkerung. Der überwiegende Teil der Menschen wird durch kleinbäuerliche Landwirtschaft versorgt – ressourcenschonender und vielfältiger.
Mehr zur diesjährigen Kampagne erfährst du auf sehen-und-handeln.ch/was-wir-tun
Unterricht und Jugendarbeit
Die Botschaft der Ökumenischen Kampagne Kindern verständlich zu vermitteln ist schwierig, denn der Hunger auf der Welt ist noch lange nicht bezwungen. Umso wichtiger ist es, Kindern und Jugendlichen zu zeigen, wie sie mitdenken, mitfühlen und selbst solidarisch handeln können.
Auch dieses Jahr wurden neue, praxisnahe Angebote entwickelt. Hierfür hat die AG‑Katechese, ein Team erfahrener Religionspädagoginnen und ‑pädagogen, kind- und jugendgerechte Materialien erarbeitet, die sich gut eignen, gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Diverse Lektionsvorschläge für die Zyklen 1 bis 4 bieten kreative Methoden, Spiele und Impulse, um die Themen Hunger, Ernährung und Verantwortung lebendig zu vermitteln.
Alle Spiele und Unterrichtsmaterialien stehen im Downloadbereich der Ökumenischen Kampagne zur Verfügung. Darüber hinaus lohnt es sich, auch die dort verlinkten Jugendmagazine jumi, Kiki und TUT genauer anzuschauen und in die thematische Arbeit einzubeziehen. Sie bieten altersgerechte Zugänge und wertvolle Impulse, Links und Downloads.
Ergänzend steht eine umfangreiche Material‑Datenbank mit Unterrichtsvorlagen, Spielen und Druckmaterialien kostenlos zur Verfügung.
Materialien und Unterstützung
Auf sehen-und-handeln.ch findest du eine breite Auswahl an Materialien für die Umsetzung der Kampagne in Pfarreien, Kirchgemeinden, Schulen und Gruppen. Ergänzend stehen im Fastenaktion Shop verschiedene Produkte zur Verfügung, die die Kampagne unterstützen. Das Kampagnenmagazin erscheint ab diesem Jahr ausschliesslich online und kann bequem heruntergeladen werden.
Zusätzlich gibt es Informationen zu Workshops sowie zu Gästen aus Kolumbien und Niger, die Einblicke in ihre Lebensrealitäten und Erfahrungen geben.