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FILM-Tipp: Das Schicksal ist ein mieser Verräter (2014)

Das Thema Sterben und Tod gilt immer noch als Tabu-Thema. Gerade auch Jugendlichen und jungen Menschen fällt es sehr schwer, über den Tod und das Sterben zu sprechen oder sich gar damit persönlich auseinanderzusetzen. Der Religionsunterricht (oder auch die kirchliche Jugendarbeit) bietet dabei eine Möglichkeit und Plattform, um mit Jugendlichen darüber ins Gespräch zu kommen. Im Sommer kam mit „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ein Film in die Kinos, welcher einerseits genau diese Thematik aufgreift und anderseits auf einem bei jungen Menschen sehr bekannten und beliebten Buch basiert.

Inhalt
Der Film erzählt die Geschichte der 16-jährigen Hazel Grace Lancaster, welche seit einigen Jahren an Schilddrüsenkrebs leidet und nur widerwillig und ihren Eltern zuliebe eine Selbsthilfegruppe besucht. In einer dieser Sitzungen lernt sie Augustus „Gus“ Waters kennen, der seinerseits wegen dem Krebs ein Bein verloren hat und nun einen Freund unterstützt. Im Wissen, dass der Tod bei beiden sehr rasch eintreten kann, kommen sich die beiden Jugendlichen trotzdem näher, teilen sich den selben Humor und die Freude am Lesen. Nach einer kurzen Reise nach Amsterdam, wo sie ihren cholerischen Lieblingsautor besuchen, scheint ihre Liebe über den omnipräsenten Tod gesiegt zu haben. Doch die Geschichte nimmt einen anderen Lauf …

Didaktische Möglichkeiten
Der Film „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ zeigt den harten Alltag von schwerkranken Jugendlichen, welche sich gerade in solchen Situationen eigentlich nichts mehr wünschen, als dass sie einfach Jugendliche sein dürfen. Auch wenn dies ein wenig realitätsfremd daher kommt, wirft der Film doch genau die entscheidenden Fragen auf:

  • Wie gehen junge Menschen mit der Tatsache um, dass sie wohl bald sterben werden?
  • Wo liegen ihre Hoffnungen?
  • Was ist der Sinn des Lebens?
  • Ist der Tod endgültig?

Der Film ist mit einer Dauer von über zwei Stunden eher lang, aber wenn man die Zeit hat, lohnt es sich den ganzen Film anzuschauen, auch über mehrere Lektionen verteilt. Ansonsten kann er gut auf eine Stunde gekürzt werden. Vor allem den Mittelteil kann man, bis auf einzelne Szenen, weglassen. Da aber der Film und auch das Buch bei Jugendlichen äusserst beliebt und bekannt ist, bedarf es einer sehr guten Vorbereitung, bei der der Film für nachfolgende Vertiefungsaufgaben vorgängig sehr genau und sorgfältig studiert werden muss. Gerade auch um zu verhindern, dass der Film durch den Gebrauch im Religionsunterricht den Jugendlichen „geklaut“ wird!

=> Unterlagen und Links zum Film und zu andern Kinofilmen finden Sie im folgenden Blog-Beitrag auf dieser Website!

Fazit
Es gibt nicht viele Möglichkeiten, resp. zeitgenössisches Filmmaterial, um mit Jugendlichen über das Thema Sterben und Tod ins Gespräch zu kommen. „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ist aber einer dieser Filme, mit welchem sehr gut zu diesem Thema gearbeitet werden kann. Nicht nur, weil der Film die Thematik sehr gut aufgreift, sondern auch weil dieser Film speziell bei Jugendlichen sehr gut ankommt, Betroffenheit auslöst und so spannende, interessante und tiefgründige Gespräche und Diskussionen zu diesem schwierigen Thema eröffnet.

Trailer

4 Comments

  • Baumann sagt:

    Guten Tag
    mit grossem Interesse habe ich den Artikel gelesen. Ich bin im Moment gerade daran, 3 Doppestunden für die 2OS vorzubereiten. Gibt es im Moment schon Unterlagen dazu?

    Vielen Dank für Ihre Antwort

  • Kathrin Witting sagt:

    Guten Tag Herr Bachmann!
    Auch ich bin gerade dabei den Film für eine Unterrichtsklasse vorzubereiten. Wenn Sie Unterlagen bzw. Links zum Film haben, die mir beid er Vorbereitung helfen könnten, wäre ich Ihnen sehr dankbar.

    Herzliche Grüße

    • Urs Stadelmann sagt:

      Guten Tag Frau Witting – ich habe Ihre Nachricht gelesen und kann Ihnen vom dkv-Verband das neue Heft „Ist das Schicksal ein mieser Verräter?“ Praxis, RU Sekundar empfehlen – demnächst im PMZ Luzern oder in andern Medienstellen zu sehen (oder beim dkv zu bestellen). Urs Stadelmann

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