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FILM-Tipp: Dein Weg (2010)

 

Pilgern, Pilgerweg, Jakobsweg, Mein (Lebens-)Weg, Freundschaft, Sinn des Lebens         

Inhalt
Der Augenarzt Tom Avery aus Kalifornien erhält eines Tages die Nachricht vom Tod seines einzigen Sohnes Daniel. Daniel geriet am ersten Tag auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostella in einen Sturm und starb. Sofort macht sich Tom auf den Weg nach Frankreich, um den Leichnam nach Hause zu holen.  Doch dazu soll es nie kommen.

Er macht sich selber auf den „Camino“ und wird so von einem Tag auf den anderen vom Arzt zum Pilger. Anfangs noch verbissen, mürrisch und verschlossen, spürt er die Kraft und Energie des Pilgerweges und blüht auf seine ganz persönliche Art und Weise auf. Auch oder gerade vor allem dank drei WeggefährtenInnen, welche er – nicht ganz freiwillig – in seinem Schlepptau mitwandern lässt. Und immer mit dabei: Die Asche seines Sohnes.

In „Dein Weg“ sind vier Geschichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, auf einem tausendjährigen Weg der Spiritualität und Tradition vereint. Hinter jeder dieser Geschichte verbirgt sich ein Schicksal. Jedes Schicksal schreibt eine andere Lebensgeschichte. Jede Lebensgeschichte steht für eine andere Persönlichkeit. Als Zuschauer/in ist der innere Kampf und Wille der Protagonisten sichtlich spürbar und man fühlt mit – vor allem mit Tom Avery.

Didaktische Möglichkeiten
Natürlich eignet sich der Film vor allem zu den Themen „Pilgern“, „Pilgerweg“ und „Jakobsweg“. Dabei kann sehr gut der Frage nachgegangen werden, warum Menschen heute auf Pilgerschaft gehen und die damit verbunden Strapazen auf sich nehmen. Die vier Protagonisten setzen sich während des ganzen Weges regelmässig mit dieser Frage auseinander und bieten für eine anschliessende Diskussion eine sehr gute Grundlage.  Im weitesten Sinne kann auch der „Sinn des Lebens“, „(Lebens-)Weg“ und „Freundschaft“ zum Thema werden. Dies vor allem, weil aus der jeweiligen Not der vier Charakteren auf dem gemeinsamen Weg Freundschaft(en) entsteht und die Auseinandersetzung der PilgerInnen mit ihrem eigenen Leben des Öftern Kern der Handlung ist.

Der Film dauert mit zwei Stunden eher lang und da er nicht gerade mit „Action“ auftrumpfen kann und die Thematik vor allem in den Dialogen zur Sprache kommt, besteht die Gefahr, dass Jugendliche diesen Film schnell langweilig finden. Dem kann mit verschiedenen Beobachtungsaufträgen – vor allem auf die vier Personen bezogen – und bewussten Unterbrüchen – z.B. auf verschiedene Lektionen verteilt – entgegen gewirkt werden. Vor allem wegen der Länge, den vielen Dialogen und den für Jugendliche eher wenig ansprechenden Bildern, ist der Einsatz nur in Klassen mit Niveau A, evtl. Niveau B zu empfehlen.

Fazit
Wer schon mal auf Pilgerschaft war, soll/muss diesen Film unbedingt sehen. Die Bilder wecken Erinnerungen und regen zum Nachdenken über den eigenen Weg an. Für den Religionsunterricht bietet er durchaus eine Chance mit Jugendlichen über das eher langweilige und verstaubte Thema „Pilgern“ ins Gespräch zu kommen. Ein Versuch ist es allemal wert, allerdings ist eine gute Vorbereitung mit klaren Zielen notwendig.

Zum Trailer auf YouTube

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